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glossar

Kurze Erklärung wichtiger Begriffe aus I Ging und no2DO

Antwort, äußere
Teil des Interpretationsmodells; bezeichnet das obere Kernzeichen; zwischen Kern und Umfeld besteht eine gegenseitige Abhängigkeit: bewegt oder verändert sich der Kern, beeinflusst dies auch seine Umfeld (siehe auch →  Koevolution). Das Umfeld antwortet also zwangsläufig auf die inneren Regungen des Kerns.

Beharrlich
Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: standhaft sein, wahrhaftig bleiben

Bildworte
Stammen aus den "Zehn Flügeln" (eine Textsammlung, die Konfuzius zugeschrieben wird) des I Ging, genauer aus dem 3. und 4. Flügel; nehmen Bezug auf die beiden Trigramme und geben Hinweise, was am besten zu tun ist.

Dao
Dao wird traditionell mit "der Weg" wiedergegeben. Es bezeichnet in der daoistischen Philosophie ein ewiges Wirk- oder Schöpfungsprinzip, das den Ursprung der Einheit und Dualität und damit das Grundprinzip für die Entstehung der Welt darstellt. Das Dào ist dabei sowohl ein Prinzip der Immanenz (= alles durchdringend) als auch der Transzendenz (=undifferenzierte Leere, Mutter des Kosmos) und stellt den höchsten Seinszustand dar. Dao steht also für die Potentialität aller Formen und zugleich für die Kraft, die den ganzen Schöpfungsprozess und die Schöpfung durchzieht.
"Leben im Einklang mit dem Dao" bezeichnet also, aus einem Zustand innerer Stille heraus, spontan und in Einklang mit der Gesamtsituation zu leben und handeln.
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Daoismus
Die Weltsicht, die dem I Ging zu Grunde liegt, wurzelt im Daoismus (chin. "Lehre des Weges", auch Taoismus). Grundidee ist die uranfängliche Einheit aus der die Schöpfung hervorgeht: sie gebiert die Zweiheit (Yin und Yang, Licht und Schatten) und durch deren Wandlungen, Bewegungen und Wechselspiele entsteht unsere Lebenswelt. Die ethische Lehre des Daoismus rät dem Menschen, dieses Weltprinzip durch eigene Beobachtung kennenlernen und das Dao zu verwirklichen, indem er sich harmonisch an die sich kontinuierlich verändernden, phänomenalen Erscheinungsformen anpaßt.
Der Daoismus ist eine Philosophie, wird aber auch als Chinas einzige und authentische Religion gesehen. Seine historisch gesicherten Ursprünge liegen im 4. Jahrhundert v. Chr., als das Daodejing (Tao te king, Tao te ching) des Laozi (Laotse, Lao-tzu) entstand.
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Edle, der
Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: eine ideale Persönlichkeit mit guten Charaktereigenschaften, die sich um ein Leben in Harmonie mit den Umständen und der Zeitqualität bemüht, ohne dabei die eigenen Ziele aus den Augen zu verlieren.

Farbkodierung
Die Fabkodierung der einzelnen Hexagramme hat derzeit keine Bedeutung.

Erhaben
Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: Ursprung, Anfang, der Ausgangspunkt aller Dinge, der schöpferische Impuls, also Qian.
Oft auch symbolisiert als Regen.

Fluß; den großen Fluß (Strom) überqueren
Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: das Alte abschließen (und davon endgültig Abschied nehmen) und sich neuem zuwenden.

Fördernd
Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: für alle gut

Gelingen
Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: Befruchtung, das, was einem zufällt, ohne dass man es willentlich bewerkstelligen kann, das empfangende, weibliche Prinzip, Kun.
Auch dargestellt als Wolken.

Großer Mensch
Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: ein Mensch, der im Einklang mit dem Dao lebt, also aus einem Zustand innerer Stille heraus, spontan und in Einklang mit der Gesamtsituation handelt.
Innerhalb des Hexagramms bezieht sich der große Mensch oft auf den fünften Strich, sofern dies ein Yang-Strich ist. Dies weist auf zentriertes Handeln (=aus der eigenen Mitte heraus) hin.
Idealerweise korrespondiert es mit seinem Gegenpart, dem zweiten Strich (=der mittlere Strich im unterem Trigramm), der oft als Wille angesehen wird.

Heil
Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: positiver Ausgang, weil das Handeln im Eingklang mit dem Dao geschieht (vgl. auch das dt. Wort "Heilung")

Hexagramm
Kun als oberes Trigramm
Qian als unteres Trigramm
Ein Hexagramm setzt sich aus jeweils zwei Trigrammen zusammen, wobei die Bewegung, ähnlich dem Wachstum einer Pflanze, von unten nach oben verläuft: das Hexagramm wird von unten her aufgebaut (z. B. beim Orakel) und später auch entsprechend gelesen.
Im Interpretationsmodell von no2DO repräsentiert das untere Trigramm den Kern der Frage bzw. den Fragenden selbst. Das obere Trigramm zeigt das das äußere Umfeld.
Der 2., 3. und 4. Strich bilden das innere Kernzeichen, der 3., 4. und 5. Strich das äußere Kernzeichen des Hexagramms.
→  Übersichtsseite Hexagramme

Holarchie
Holons bilden Systeme, sogenannte Holarchien. Zwischen Holon und Holarchie besteht gegenseitige Abhängigkeit: bewegt oder verändert sich ein Element, beeinflusst dies auch das andere. "Unter normaler oder natürlicher Holarchie verstehen wir eine gestufte oder in Stadien verlaufende Entfaltung größerer Netzwerke von zunehmender Ganzheit, wobei die größeren oder umfassenderen Ganzheiten die darunter liegenden beeinflussen können. " (Ken Wilber, Das Wahre, Schöne, Gute, 1997).
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Holon, Holonmodell
Der Begriff Holon wurde von Arthur Koestler geprägt und bedeutet ein Ganzes, das Teil eines anderen Ganzen ist. Es wird auch als "Ganzes/Teil" umschrieben. So ist zum Beispiel eine Zelle für sich ein Ganzes, jedoch Teil eines umfassenderen Ganzen, eines Organs, das wiederum Teil des Körpers ist. Eine so entstehende Hierarchie von Holons nennt man auch Holarchie.
→  aus Wikipedia

Interpretationsmodell
Interpretationsmodell Das Interpretationsmodell von no2DO gliedert das Hexagramm in das obere und untere Trigramm (Kern und Umfeld), sowie in das innere (innere Regung) und äußere (äußere Antwort) Kernzeichen.
Grundlage ist dabei das Holonmodell, dass den Fragenden (= Kern) als abgeschlossenes Ganzes sieht, der zugleich aber auch Teil eines anderen, größeren Ganzen, der umgebenden Holarchie, ist. Kern und Umfeld stehen in gegenseitiger Abhängigkeit: sobald sich ein Element bewegt oder verändert, beeinflusst dies auch das andere (innere Regung, äußere Antwort).

I Ging
Das I Ging (chin. 易經, yì jing, W.-G. I Ching, auch: I Jing, Yi Ching, Yi King; "das Buch der Wandlungen") basiert auf Kosmologie und Philosophie des alten China, speziell dem Daoismus (Taoismus). Grundideen des I Ging sind eine Ausgewogenheit der Gegenteile und ein Akzeptieren der Veränderung. Das Buch beschreibt die Welt in 64 Bildern, die aus je sechs durchgehenden (Yang) oder unterbrochenen (Yin) Linien bestehen, die zusammen ein Hexagramm bilden. Das I Ging wird sowohl als Weisheits- als auch als Weissagungsbuch verwendet.
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Kern
Teil des Interpretationsmodells; bezeichnet das untere Trigramm; es zeigt den Kern der Frage bzw. den Fragenden bzw. selbst. Interpretationsgrundlage ist das Holonmodell. Der Fragende ist ein in sich abgeschlossenes Ganzes (= Kern, Holon), zugleich aber auch Teil eines anderen, größeren Ganzen (= Umfeld, umgebenden Holarchie).

Kernzeichen
Der jeweils 2., 3. und 4. Strich eines Hexagramms bildet sein unteres, der 3., 4. und 5. Strich bilden sein obere Kernzeichen. Die beiden Kernzeichen weisen auf die innere Dynamik des Hexagramms, indem sie zeigen, wie sich die beiden Trigramme des Hexagramms aufeinander zubewegen bzw. miteinander verbunden sind.

Kraft, innere (Te)
siehe Te

no2do
Unsere Kultur mit ihrem Hang zu toDO-Listen, neigt dazu, Aktionismus zu belohnen. Zu Erfolg im Leben führt das aber nur bedingt. Zielführender ist meist, sich einer Situation in ihrer ganzen Vielschichtigkeit und Komplexität gewahr zu werden. Und dann, aus diesem Zustand innerer Stille heraus, spontan und in Einklang mit dieser Gesamtsituation zu Handeln, und zwar leicht und mühelos, ohne Anstrengung des Willens. Dieser Ansatz wird im Osten auch als "wu wei" bezeichnet: nicht handeln, so eine Art no2do.

Reihenfolge
Der 9. Flügel der "Zehn Flügel" (eine Textsammlung zum I Ging, die Konfuzius zugeschrieben wird) ist ein kurzer Text, der aufzeigt, in welcher Reihenfolge die Hexagramme aufeinander folgen.

Regung, innere
Teil des Interpretationsmodells; bezeichnet das untere Kernzeichen; zwischen Kern und Umfeld besteht eine gegenseitige Abhängigkeit: bewegt oder verändert sich der Kern, beeinflusst dies auch seine Umfeld (siehe auch →  Koevolution). Das Umfeld legt dem Kern bestimmte Handlungsweise nahe, die sich als innere Regung äußern und auf die das Umfeld wiederum mit einer äußeren Antwort reagiert.

Orakelmethoden
Das I Ging Orakel wird klassischerweise mit Hilfe von Münzen oder Schafgarbenstäben bestimmt. Weiterelesen auf Wikipedia
Auf auf no2DO.com verwenden wir eine Mischung menschlichem Faktor und einer computergenerierten Zufallszahl: Solange die Maus in der "Würfel-Box" bewegt wird, werden die aktuellen X- und Y-Koordinaten der Mausbewegung aufaddiert. Je länger man die Maus also bewegt, um so größer wird der Zahlenwert.
Klickt man abschließend mit der Maus auf das Feld, wird eine Zufallszahl errechnet und diese mit den nun aufaddierten X- und Y-Werten zweimal multipliziert. Anschließend wird die jeweils nächste Ganzzahl ermittelt (also die Nachkommastellen eliminiert) und je nach dem ob die Zahl nun gerade oder ungerade ist, wird ein ganzer (Yang) oder ein durchbrochener (Yin) Stab abgebildet.
Solange der Fragende die Maus also bewegt, beeinflusst er den Zahlenwert aktiv. Das Zahlenergebnis ist wie beim klassischen Münz- oder Schafgarbenorakel also durch den Fragenden bestimmt - und keine "Zufallszahl" wie bei den meisten Internetorakeln.

Tao
siehe Dao

Taoismus
siehe Daoismus

Te
Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: eine innere Kraft, die innere Stimme, eine Rückverbindung zum eigenen, inneren Wesen, die den Menschen auf seinem rechten Weg (Dao) führt

Trigramm
Die 8 Trigramme bilden die Grundlage des I Ging. Sie setzen sich aus jeweils drei durchgezogenen (Yang) bzw. durchbrochenen (Yin) Linien. Zwei Trigramme bilden ein Hexagramm, also ein Zeichen des I Ging.
→  Übersichtsseite Trigramme

Umfeld
Teil des Interpretationsmodells; bezeichnet das obere Trigramm; Umfeld beschreibt die umgebende Holarchie, also das größeren Ganzen, das den Kern der Frage umgibt. Interpretationsgrundlage ist das Holonmodell.

Urteil
Stammt aus dem ältesten Teil des I Ging und wird traditionell Wenwang (König Wen, 12. Jh. v. Chr.) zugeschrieben; kurze, bildhafte Sätze beschreiben die Situation und schließen mit einer knappen Bewertung ab.

Yin und Yang, Tàijí-Symbol
yin und yang: das Tàijí-Symbol Yin und Yang sind zentrale Begriffe der chinesischen Philosophie, speziell des Daoismus (Taoismus), der alles in diese Zweiteilung einbezieht. Yin und Yang sind dem Daoismus zufolge die beiden Grundaspekte der Wirklichkeit, die einander bedingen, ergänzen und im rhythmischem Wechsel des Lebens gegenseitig ablösen.
Das Tàijí-Symbol zeigt, wie Yin und Yang einander ergänzen und ineinander übergehen: Wenn Yang seine größte Fülle erreicht, enthält es bereits den Urkeim des Yin - und umgekehrt. Ziel jeden menschlichen Handelns sollte die (Wieder-)Herstellung des Gleichgewichts von Yin und Yang sein.
Yang
Yang stand anfangs für die wärmere Südseite des Berges, für ein sonniges Flussufer, später auch für den Berg als Ganzes. Später bezeichnete Yang alles Lichte und Helle einschließlich Tag, Sommer und Sonne. Entsprechend wurde Trockenes, Luft (Wind) und Feuer Yang zugeordnet, ebenso zunehmend warme Frühlingstage, das Aufblühen und der Belebung der Natur in der warmen Jahreszeit, alles Aktive, Zeugende, Belebende, Schöpferische, sich Ausdehnende, Glänzende, Äußere. Yang entspricht dem Harten und Männlichen.
Yang manifestiert sich in ungeraden Zahlen, dargestellt durch eine durchgezogene Linie, z. B. | oder auch
yang
Yin
Yin bezeichnete ursprünglich die kältere Nordseite eines Berges und das beschattete Flussufer bzw. die dunklere, kühlere Südseite eines Tales. Später verband man mit Yin die Vorstellung von Tagen mit kühlem Wetter und bedecktem Himmel, mit Schatten und allem Dunklen, mit Kühle und Feuchte, Wasser und Erde, Nacht und Winter. Yin entsprechen die winterlichen Qualitäten, das Passive, Verborgene, sich Zusammenziehende, das Matte, das Innere. Yin wird dem Weichen und Weiblichen zugeordnet.
Im I Ging wird Yin durch gerade Zahlen repräsentiert. Dargestellt wird dies durch eine durchbrochene Linie, z. B. ¦ oder auch
yin


i-xing = integrative begegnung: www.i-xing.de
annäherung aus westen: www.no2do.com
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