{"id":4121,"date":"2020-05-29T15:26:22","date_gmt":"2020-05-29T14:26:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/?post_type=encyclopedia&#038;p=4121"},"modified":"2020-06-03T15:57:45","modified_gmt":"2020-06-03T13:57:45","slug":"i-ging","status":"publish","type":"encyclopedia","link":"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/i-ging","title":{"rendered":"I Ging"},"content":{"rendered":"<p>Das I Ging (chin. &#63968;&#32147;, y&igrave; jing, W.-G. I Ching, auch: I Jing, Yi Ching, Yi King; &bdquo;das Buch der Wandlungen&ldquo;) basiert auf Kosmologie und Philosophie des alten China, speziell dem <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/daoismus\" target=\"_self\" title='Die Weltsicht, die dem I Ging zu Grunde liegt, wurzelt im Daoismus (chin. \"Lehre des Weges\", auch Taoismus). Grundidee ist die uranf&auml;ngliche Einheit aus der die Sch&ouml;pfung hervorgeht: sie gebiert die Zweiheit (Yin und Yang, Licht und Schatten) und durch deren Wandlungen, Bewegungen und Wechselspiele entsteht unsere Lebenswelt. Die ethische Lehre des Daoismus r&auml;t dem&hellip;' class=\"encyclopedia\">Daoismus<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/taoismus\" target=\"_self\" title=\"siehe Daoismus\" class=\"encyclopedia\">Taoismus<\/a>). Grundideen des I Ging sind eine Ausgewogenheit der Gegenteile und ein Akzeptieren der Ver&auml;nderung. Das Buch beschreibt die Welt in 64 Bildern, die aus je sechs durchgehenden (<a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/yang\" target=\"_self\" title=\"Yang stand anfangs f&uuml;r die w&auml;rmere S&uuml;dseite des Berges, f&uuml;r ein sonniges Flussufer, sp&auml;ter auch f&uuml;r den Berg als Ganzes. Sp&auml;ter bezeichnete Yang alles Lichte und Helle einschlie&szlig;lich Tag, Sommer und Sonne. Entsprechend wurde Trockenes, Luft (Wind) und Feuer Yang zugeordnet, ebenso zunehmend warme Fr&uuml;hlingstage, das Aufbl&uuml;hen und der Belebung der Natur in der warmen&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Yang<\/a>) oder unterbrochenen (<a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/yin\" target=\"_self\" title=\"Yin bezeichnete urspr&uuml;nglich die k&auml;ltere Nordseite eines Berges und das beschattete Flussufer bzw. die dunklere, k&uuml;hlere S&uuml;dseite eines Tales. Sp&auml;ter verband man mit Yin die Vorstellung von Tagen mit k&uuml;hlem Wetter und bedecktem Himmel, mit Schatten und allem Dunklen, mit K&uuml;hle und Feuchte, Wasser und Erde, Nacht und Winter. Yin entsprechen die winterlichen Qualit&auml;ten, das&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Yin<\/a>) Linien bestehen, die zusammen ein <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/hexagramm\" target=\"_self\" title=\"Ein Hexagramm setzt sich aus jeweils zwei Trigrammen zusammen, wobei die Bewegung, &auml;hnlich dem Wachstum einer Pflanze, von unten nach oben verl&auml;uft: das Hexagramm wird von unten her aufgebaut (z. B. bei der Divination\/beim Orakel) und sp&auml;ter auch entsprechend gelesen. Weiterlesen: Aufbau eines Hexagramms Weiterlesen: &Uuml;bersichtsseite Hexagramme\" class=\"encyclopedia\">Hexagramm<\/a> bilden. Das I Ging wird sowohl als Weisheits- als auch als Weissagungsbuch verwendet.<\/p>\n<p>Die Orakel-Tradition des I Ging hatte urspr&uuml;nglich schamanistische Wurzeln, die sich bis in das 3. vorchristliche Jahrtausend zur&uuml;ckverfolgen lassen. Lange Zeit gab es keinen Deutungstext und das Orakel wurde wohl aufgrund der Intuition des Fragenden sowie nach &uuml;berlieferten Regeln bestimmt.<\/p>\n<p>Die verschiedenen Texte des <em>Buches der Wandlungen<\/em>, die uns heute unter dem Namen I Ging begegnen, sind erst sp&auml;ter entstanden. Die <em><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/urteil\" target=\"_self\" title=\"Stammt aus dem &auml;ltesten Teil des I Ging und wird traditionell Wenwang (K&ouml;nig Wen, 12. Jh. v. Chr.) zugeschrieben; kurze, bildhafte S&auml;tze beschreiben die Situation und schlie&szlig;en mit einer knappen Bewertung ab.\" class=\"encyclopedia\">Urteil<\/a>e<\/em> (kurze Spr&uuml;che, die die Gesamtsituation des Hexagramms beschreiben) stammen aus dem ersten vorchristlichen Jahrtausend. Die <em><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/zehn-fluegel\" target=\"_self\" title='Die \"Zehn Fl&uuml;gel\" (auch \"Kommentare\" genannt) sind ein Teil des Textus receptus und wurden ab etwa 200 v. Chr. konzipiert. Sie bestehen aus 10 Textabschnitten, die u.a. die Hexagrammnamen und -texte erkl&auml;ren, die Symbolik der Trigramme und die Anordnung der Hexagramme erl&auml;utern und ethisch-moralische Anweisungen und eine philosophisch-ethische Interpretation enthalten. Insbesondere der 9. Fl&uuml;gel wird&hellip;' class=\"encyclopedia\">Zehn Fl&uuml;gel<\/a><\/em>, erl&auml;uternde und kommentierende Texte (<em><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/bildworte\" target=\"_self\" title='Die Bildworte stammen aus den \"Zehn Fl&uuml;geln\" (eine Textsammlung, die Konfuzius zugeschrieben wird) des I Ging, genauer aus dem 3. und 4. Fl&uuml;gel; nehmen Bezug auf die beiden&nbsp;Trigramme&nbsp;und geben Hinweise, was am besten zu tun ist. Aber auch Wang Bi spricht &uuml;ber Bilder und Ideen...' class=\"encyclopedia\">Bildworte<\/a><\/em>: 3. und 4. Fl&uuml;gel; Reihenfolge der Hexagramme: 9. Fl&uuml;gel), wurden in der Zeit von 400 bis 200 v. Chr. abgefasst.<\/p>\n<p>Speziell die <em>zehn Fl&uuml;gel<\/em> werden aufgrund ihrer Struktur (knappe S&auml;tze, hierarchische Ordnung) gerne <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/konfuzius\" target=\"_self\" title=\"Chinesischer Philosoph zur Zeit der &Ouml;stlichen Zhou-Dynastie, ca 551 bis 479 v. Chr. Seine Philosophie, auch bekannt als Konfuzianismus, betont die pers&ouml;nliche und staatliche Moral, die Korrektheit der sozialen Beziehungen, Gerechtigkeit, Freundlichkeit und Aufrichtigkeit. Weiterlesen: http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Konfuzius\" class=\"encyclopedia\">Konfuzius<\/a> zugeschrieben, was aber umstritten ist. Grunds&auml;tzlich entwickelten sich w&auml;hrend der jahrtausendelangen, bewegten Geschichte zwei Auffassungen &uuml;ber das I Ging: eine m&ouml;chte kosmologische und gesellschaftliche Prinzipien erkunden, die andere um <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/wang-bi\" target=\"_self\" title=\"Chinesischer Philosoph, 226 bis 249. W&aacute;ng B&igrave; z&auml;hlt&nbsp; - obwohl er mit nur 23 Jahren verstarb - zu den bedeutendsten Kommentatoren von Laozis Daodejing sowie des I Ging. W&aacute;ng B&igrave; verstand sich selbst als Konfuzianer. Mit seiner Auslegung des Daodejing in den Jahren der turbulenten Zeit der Drei Reiche wollte er zur Wiederherstellung der Ordnung&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Wang Bi<\/a> will die Ideen ergr&uuml;nden, die in den Bildern selbst verborgenen sind.<\/p>\n<p>Weiterlesen: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/I_Ging\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/I_Ging<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das I Ging (chin. \uf9e0\u7d93, y\u00ec jing, W.-G. I Ching, auch: I Jing, Yi Ching, Yi King; &#8222;das Buch der Wandlungen&#8220;) basiert auf Kosmologie und Philosophie des alten China, speziell dem Daoismus (Taoismus). Grundideen des I Ging sind eine Ausgewogenheit der Gegenteile und ein Akzeptieren der Ver\u00e4nderung. 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