{"id":7150,"date":"2023-05-16T17:52:54","date_gmt":"2023-05-16T15:52:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.no2do.com\/synopse?page_id=7150"},"modified":"2025-07-07T18:34:40","modified_gmt":"2025-07-07T16:34:40","slug":"von-den-orakelknochen-zum-yijing","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/hintergruende\/von-den-orakelknochen-zum-yijing","title":{"rendered":"Von den Orakelknochen zum I Ging: Historisches"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lassen Sie uns mit den historischen Wurzeln des <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/i-ging\" target=\"_self\" title='Das I Ging (chin. &#63968;&#32147;, y&igrave; jing, W.-G. I Ching, auch: I Jing, Yi Ching, Yi King; \"das Buch der Wandlungen\") basiert auf Kosmologie und Philosophie des alten China, speziell dem Daoismus (Taoismus). Grundideen des I Ging sind eine Ausgewogenheit der Gegenteile und ein Akzeptieren der Ver&auml;nderung. Das Buch beschreibt die Welt in 64 Bildern,&hellip;' class=\"encyclopedia\">I Ging<\/a> beginnen &ndash; und die liegen bekannterma&szlig;en im alten China. Dort war Wahrsagerei eine verbreitete Praxis und tief in das kulturelle und spirituelle Gef&uuml;ge der Gesellschaft eingewoben. Die Menschen suchten nach Antworten und Orientierung und beobachteten deswegen Zeichen, interpretierten Symbole und befragten Orakel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wahrsagerei mit Orakelknochen w&auml;hrend der Shang-Dynastie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine der fr&uuml;hesten Formen der Wahrsagerei wurde mit Hilfe von Orakelknochen durchgef&uuml;hrt und l&auml;sst sich bis zur Shang-Dynastie (ca. 1600-1000 v. Chr.) zur&uuml;ckverfolgen. F&uuml;r die Orakelknochen wurden Schulterblattknochen von Opfertieren verwendet, meist von Rindern, sp&auml;ter auch die Brustpanzer von Schildkr&ouml;ten. Die Orakelknochen wurden jeweils sorgf&auml;ltig ausgew&auml;hlt, gereinigt und bearbeitet, um eine m&ouml;glichst plane Fl&auml;che zu erreichen. In die so entstandene Platte wurde dann eine rituell festgelegte Anzahl von L&ouml;cher in einem bestimmtem Muster gebohrt und die Platte anschlie&szlig;end, d.h. w&auml;hrend der Befragung, so lange erhitzt, bis sich Risse und Spr&uuml;nge bildeten. Nach welchem System diese Risse dann letztendlich interpretiert wurden, konnte jedoch bis heute nicht entschl&uuml;sselt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Inhaltlich ging es bei den Befragungen um das k&uuml;nftige Wetter, die Ernte, das Schicksal von Mitgliedern der k&ouml;niglichen Familie, um milit&auml;rische Unternehmungen und Jagdgl&uuml;ck, um Ahnenangelegenheiten oder auch um g&uuml;nstige Termine f&uuml;r Opferungen. Die Befragungen hatten oft auch eine politische Dimension, denn die Shang-Herrscher legitimierten sich z. B. dadurch, dass sie f&auml;hig waren, mit den Ahnen bzw. mit der h&ouml;chsten Gottheit zu kommunizieren &ndash; beispielsweise mit Hilfe von Orakelknochen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Genaue Dokumentation der Befragungen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Inzwischen wurden bei arch&auml;ologischen Grabungen etwa 150.000 Orakelknochen gefunden, auf vielen von ihnen finden sich fr&uuml;he chinesische Schriftzeichen. Auf einigen der Orakelknochen sind neben einem Vor- und Nachwort auch Ort und Datum der Befragung genannt, der Name des Orakelpriesters, Informationen &uuml;ber Fragestellung, Anzahl der entstandenen Risse samt deren Beschreibung, eine Vorhersage, sowie deren nachtr&auml;glichen &Uuml;berpr&uuml;fung auf Richtigkeit. Diese genaue Dokumentation der Befragungen und auch die Tatsache, dass sich auf den Orakelknochen immer wieder Zahlensymbole finden, zeigen, dass die Praxis der Orakelbefragung sehr systematisch erforscht wurde und man v. a. an der Kunst der Fragestellung gearbeitet hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Inschriften auf den Orakelknochen enthalten etwa 5.000 verschiedene Zeichen, von denen bisher allerdings nur etwa 1.200 sicher identifiziert werden konnten. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Entstehungsgeschichte des I Ging<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist nicht eindeutig gekl&auml;rt, ob die Inschriften auf den Orakelknochen als <em>Urspr&uuml;nge<\/em> des I Ging zu sehen sind, oder aber ob das I Ging &ndash; eine Methode der Orakelbefragung mit Hilfe von Schafgarbenstengeln &ndash; zeitgleich mit dem Knochenorakel Anwendung fand, also bereits zur Shang-Zeit zum Einsatz kam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entstehungsgeschichtlich werden die &auml;ltesten Teile des als <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/textus-receptus\" target=\"_self\" title='&Uuml;berlieferte Text (Latein). Das I Ging ist haupts&auml;chlich als eine in Stein gravierte kanonische Schrift Chinas bekannt und geh&ouml;rt zu den sog. \"Steinklassikern\", 64 Steinplatten mit Lehrtexten, die auf Jahr 175 n. Chr. datiert werden. Gelehrte aus dem ganzen Land waren verpflichtet, diese Texte zu kopieren in ihren Unterweisungen zu verwenden. Das I Ging in&hellip;' class=\"encyclopedia\">Textus receptus<\/a> &uuml;berlieferten I Ging jedenfalls auf das 8. Jh. v. Chr. datiert und bestehen aus einer Sammlung von Orakelvokabular, altem Liedgut und traditionellen Volksweisheiten, die von einem oder m&ouml;glicherweise auch mehreren Autoren zusammengestellt wurde. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verbindlichkeit des Textmaterials<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese schriftliche Fixierung des m&uuml;ndlich tradierten Materials ist insofern bemerkenswert, als die chinesische Sprache eine Besonderheit aufweist: Gesprochener Text ist beim Anh&ouml;ren viel- und mehrdeutig und verschl&uuml;sselt auf diese Weise jeden Sinngehalt automatisch. Da die Autoren des schriftlichen Textmaterials dieses Ph&auml;nomen in ihrer Niederschrift sicherlich ber&uuml;cksichtigt haben, sollten folglich bei der Interpretation eines (schriftlich fixierten) Textes sowohl die bildliche Ausdruckskraft des Schriftzeichens wie auch die assoziativ bei der Aussprache entstehenden Mehrdeutigkeiten und Bedeutungsvariationen beachtet werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bedenkenswert ist ferner auch, dass zwischen der ersten schriftlichen Fixierung der &auml;ltesten Teile des &uuml;berlieferten I Ging (8. Jh. v. Chr.) und der Herstellung der Steintafeln, die die <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/steinklassiker\" target=\"_self\" title=\"Die Steinklassiker sind eine Sammlung von in Stein gehauenen konfuzianischen Klassikern. Die Stelen wurden &uuml;ber einen Zeitraum von acht Jahren (175 bis 183 n. Chr.) w&auml;hrend der Han-Dynastie (206 v. bis 200 n. Chr.) angefertigt und enthielten 200.000 Zeichen auf 46 Stelen. Sie umfassten die sieben damals anerkannten Klassiker: das Buch der Wandlungen (I Ging),&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Steinklassiker<\/a> bilden (175 n. Chr.), etwa 1000 Jahre liegen. Was ist in dieser Zeit mit dem (schriftlichen) Textmaterial passiert? Gab es vielleicht Textvarianten? Welche sozio-kulturellen oder auch politischen Gr&uuml;nde f&uuml;hrten zur Auswahl eben jenes Materials, das schlussendlich zum Textus receptus wurde?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Inzwischen gab es verschiedene arch&auml;ologische Funde, 1972 in <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/mawangdui\" target=\"_self\" title=\"Arch&auml;ologische St&auml;tte in einem Au&szlig;enbezirk der chinesischen Stadt Changsha. Dort wurde 1972 eine Grabbibliothek entdeckt, die u. a. eine Abschrift des I Ging enth&auml;lt, die weitaus &auml;lter ist als der bisher bekannte Textus receptus und zu ca. 25 % von ihm abweicht. Vergleicht man das I Ging aus der Grabbibliothek von Mawangdui inhaltlich mit dem&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Mawangdui<\/a> und 1977 in Shuanggudui, die Abschriften des I Ging zu Tage f&ouml;rderten. Sie sind  z.T. weitaus &auml;lter als der bisher bekannte Textus receptus und weisen v. a. auch bedeutende Abweichungen vom bekannten Text auf. Es l&auml;sst sich daher wohl zu Recht die Frage stellen, wie <em>richtig<\/em> und <em>verbindlich<\/em> eigentlich das uns als I Ging vorliegende Textmaterial (Textus receptus) ist. (S. auch ausf&uuml;hrlicher Artikel zu <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/textus-receptus\">Textus receptus<\/a>.)<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group ergaenzungen\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellenverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"quellenverzeichnis wp-block-paragraph\">&mdash; &bdquo;Orakelknochen.&ldquo; 2023. In <em>Wikipedia<\/em>. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orakelknochen\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orakelknochen<\/a>.<br>&mdash; &bdquo;Oracle Bone Script.&ldquo; 2023. In <em>Wikipedia<\/em>. <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Oracle_bone_script\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Oracle_bone_script<\/a>.<br>&mdash; &bdquo;Oracle Bone.&ldquo; 2023. In <em>Wikipedia<\/em>. <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Oracle_bone\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Oracle_bone<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weiterlesen<\/h2>\n\n\n\n<!-- Page-list plugin v.6.3 wordpress.org\/plugins\/page-list\/ -->\n<ul class=\"page-list \">\n<li class=\"page_item page-item-925\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/i-ging-kurs-kursinhalt\">I Ging Kurs &ndash; Vorwort<\/a><\/li>\n<li class=\"page_item page-item-7179 page_item_has_children\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/hintergruende\">THEORIE: Historisches, Begriffskl&auml;rung, Zielsetzung<\/a>\n<ul class=\"children\">\n\t<li class=\"page_item page-item-7150\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/hintergruende\/von-den-orakelknochen-zum-yijing\">Von den Orakelknochen zum I Ging: Historisches<\/a><\/li>\n\t<li class=\"page_item page-item-7186\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/hintergruende\/orakelsystem-kosmologie\">I Ging: Orakelsystem oder Kosmologie?<\/a><\/li>\n\t<li class=\"page_item page-item-7314\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/hintergruende\/i-ging-alles-zufall\">I Ging: Alles Zufall?<\/a><\/li>\n\t<li class=\"page_item page-item-7351\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/hintergruende\/i-ging-unverstaendliche-antworten\">I Ging: Die unverst&auml;ndlichen Antworten des Textus receptus<\/a><\/li>\n\t<li class=\"page_item page-item-7479\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/hintergruende\/ein-alternativer-deutungstext\">I Ging: Ein alternativer Deutungstext, der die Vielfalt begr&uuml;&szlig;t<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li class=\"page_item page-item-817\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/das-i-ging-befragen\">PRAXIS: Das I Ging befragen<\/a><\/li>\n<li class=\"page_item page-item-819\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/aufbau-eines-hexagramms\">Aufbau eines Hexagramms<\/a><\/li>\n<li class=\"page_item page-item-821 page_item_has_children\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/trigramme\">Bedeutung der Trigramme<\/a>\n<ul class=\"children\">\n\t<li class=\"page_item page-item-1693\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/trigramme\/kun-die-erde\">Kun, die Erde<\/a><\/li>\n\t<li class=\"page_item page-item-1679\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/trigramme\/dui-der-see\">Dui, der See<\/a><\/li>\n\t<li class=\"page_item page-item-823\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/trigramme\/li-das-feuer\">Li, das Feuer<\/a><\/li>\n\t<li class=\"page_item page-item-1688\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/trigramme\/sun-der-wind-baum\">Sun, der Wind \/ Baum<\/a><\/li>\n\t<li class=\"page_item page-item-1694\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/trigramme\/qian-der-himmel\">Qian, der Himmel<\/a><\/li>\n\t<li class=\"page_item page-item-1045\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/trigramme\/zhen-der-donner\">Zhen, der Donner<\/a><\/li>\n\t<li class=\"page_item page-item-825\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/trigramme\/kan-das-wasser\">Kan, das Wasser<\/a><\/li>\n\t<li class=\"page_item page-item-1671\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/trigramme\/gen-der-berg\">Gen, der Berg<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li class=\"page_item page-item-7669\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/faqs-und-tipps\">H&auml;ufig gestellte Fragen und Anwendungstipps<\/a><\/li>\n\n<\/ul>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<script type=\"application\/ld+json\"> { \"@context\": \"https:\/\/schema.org\", \"@type\": \"Person\", \"name\": \"Karin Ulrike Soika\", \"url\": \"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/archives\/412\", \"description\": \"Karin Ulrike Soika ist bildende K\u00fcnstlerin und Philosophin. Seit 2009 arbeitet sie an einer zeitgen\u00f6ssischen Interpretation des I Ging. Ihre Forschungen verbinden philosophische Anthropologie, \u00f6stliche Philosophie und die theoretischen Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin.\", \"jobTitle\": \"K\u00fcnstlerin, Philosophin\", \"sameAs\": [ \"https:\/\/www.no2do.com\", \"https:\/\/www.soika.com\", \"https:\/\/www.instagram.com\/karinsoika\/\" ], \"address\": { \"@type\": \"PostalAddress\", \"addressLocality\": \"M\u00fcnchen\", \"addressCountry\": \"DE\" } } <\/script>\n\n\n\n<script type=\"application\/ld+json\"> { \"@context\": \"https:\/\/schema.org\", \"@type\": \"FAQPage\", \"mainEntity\": [ { \"@type\": \"Question\", \"name\": \"Was sind Orakelknochen und welche Rolle spielen sie in der Geschichte des I Ging?\", \"acceptedAnswer\": { \"@type\": \"Answer\", \"text\": \"Orakelknochen (Jiaguwen) sind Rinderknochen oder Schildkr\u00f6tenpanzer, die im alten China zur Wahrsagung verwendet wurden. Sie gelten als \u00e4lteste schriftliche Zeugnisse der chinesischen Sprache und markieren den Ursprung der Divinationstradition, aus der sich das I Ging entwickelte.\" } }, { \"@type\": \"Question\", \"name\": \"Wie entwickelte sich das I Ging aus fr\u00fcheren Wahrsagesystemen?\", \"acceptedAnswer\": { \"@type\": \"Answer\", \"text\": \"Die fr\u00fchesten Wahrsagesysteme basierten auf verbrannten Knochen, deren Risse gedeutet wurden. Sp\u00e4ter wurde die Interpretation durch Linienzeichen ersetzt, woraus sich das Hexagrammsystem des I Ging formte \u2013 ein abstrahiertes, systematisiertes Orakel mit philosophischer Tiefe.\" } }, { \"@type\": \"Question\", \"name\": \"Welche Bedeutung hat K\u00f6nig Wen f\u00fcr die Entstehung des I Ging?\", \"acceptedAnswer\": { \"@type\": \"Answer\", \"text\": \"K\u00f6nig Wen wird als derjenige angesehen, der das I Ging in seiner heute bekannten Form strukturiert hat. Er ordnete die 64 Hexagramme und verfasste die sogenannten Urteile (Wenyan), die jedem Zeichen eine interpretative Bedeutung verleihen.\" } }, { \"@type\": \"Question\", \"name\": \"Welche Unterschiede bestehen zwischen Orakelpraxis und philosophischem Text?\", \"acceptedAnswer\": { \"@type\": \"Answer\", \"text\": \"Die urspr\u00fcngliche Orakelpraxis war handlungsorientiert und pragmatisch. Erst sp\u00e4ter wurde das I Ging zu einem philosophischen Werk umgestaltet, das Fragen nach kosmischer Ordnung, Ethik und Wandlung thematisiert \u2013 ohne dabei seine divinatorischen Wurzeln zu verlieren.\" } }, { \"@type\": \"Question\", \"name\": \"Warum ist das Verst\u00e4ndnis der Urspr\u00fcnge wichtig f\u00fcr die heutige I-Ging-Praxis?\", \"acceptedAnswer\": { \"@type\": \"Answer\", \"text\": \"Das Wissen um die historischen Urspr\u00fcnge des I Ging hilft, seine symbolische Sprache und Struktur besser zu verstehen. Es erm\u00f6glicht eine tiefere Interpretation und sch\u00fctzt vor vereinfachenden oder esoterischen Missverst\u00e4ndnissen.\" } } ] } <\/script>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lassen Sie uns mit den historischen Wurzeln des I Ging beginnen \u2013 und die liegen bekannterma\u00dfen im alten China. Dort war Wahrsagerei eine verbreitete Praxis und tief in das kulturelle und spirituelle Gef\u00fcge der Gesellschaft eingewoben. Die Menschen suchten nach Antworten und Orientierung und beobachteten deswegen Zeichen, interpretierten Symbole und befragten Orakel. 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