{"id":83,"date":"2019-08-07T10:08:00","date_gmt":"2019-08-07T08:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.no2do.com\/synopse\/?p=83"},"modified":"2025-07-07T17:33:44","modified_gmt":"2025-07-07T15:33:44","slug":"23-die-zersetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/archives\/83","title":{"rendered":"23 &#8211; die zersetzung"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full has-lightbox\"><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/hexagramme\/888887.htm\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"336\" src=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/888887.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10263\" style=\"object-fit:cover\" title=\"23 - die zersetzung\" srcset=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/888887.png 200w, https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/888887-179x300.png 179w, https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/888887-89x150.png 89w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 85vw, 200px\"><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Hier und Jetzt&hellip; wo genau befinde ich mich &ndash; und mit wem oder was teile ich dieses Hier-und-Jetzt?<\/p>\n\n\n\n<p>Kun ist Nabelschau. Es ist die Aufforderung, uns an unseren eigene Ursprung als Quelle der Kraft zur&uuml;ckzuziehen. Und wie sieht es an diesem intimen Ort, unserer Quelle der Kraft, aus? Mag ich das, was ich da sehe? Gibt es mir Kraft &ndash; oder ist es lediglich eine Ansammlung von Dingen (oder Menschen, oder Optionen, oder, oder), die mir eine Illusion von Sicherheit vorgaukelt? Dinge geben keine Sicherheit. Und schlimmstenfalls verm&uuml;llen und blockieren sie sogar unser Leben.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Also: raus damit, unn&ouml;tigen Ballast abwerfen! Wie eine Schlage, die sich h&auml;utet&hellip;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading hexagrammseiten\">Fragestellungen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>&nbsp;Ein Nutzer schreibt: &bdquo;Ich befinde mich in der Anfangsphase eines gew&uuml;nschten und herbeigesehnten Umbruchs und werde pl&ouml;tzlich von sehr heftigen, andauernden Nackenschmerzen gequ&auml;lt. Meine Frage an das <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/i-ging\" target=\"_self\" title='Das I Ging (chin. &#63968;&#32147;, y&igrave; jing, W.-G. I Ching, auch: I Jing, Yi Ching, Yi King; \"das Buch der Wandlungen\") basiert auf Kosmologie und Philosophie des alten China, speziell dem Daoismus (Taoismus). Grundideen des I Ging sind eine Ausgewogenheit der Gegenteile und ein Akzeptieren der Ver&auml;nderung. Das Buch beschreibt die Welt in 64 Bildern,&hellip;' class=\"encyclopedia\">I Ging<\/a> lautet: &sbquo;Was mir m&ouml;chten diese Nackenschmerzen <em>sagen<\/em>, worauf sie mich hinweisen?&lsquo;&ldquo;<\/li>\n\n\n\n<li>Eine andere Nutzerin beschreibt ihre Situation folgenderma&szlig;en: &bdquo;Vor etwas einem Jahr lernte ich einem jungen Mann kennen, der, ebenso wie ich damals, Schwierigkeiten damit hatte, sich vom Ex-Partner zu trennen. K&uuml;rzlich sind wir uns wieder begegnet, diesmal beide frisch getrennt. Wir a&szlig;en zusammen, redeten n&auml;chtelang, gingen tanzen, verbrachten Zeit miteinander. Wir m&ouml;gen uns und unsere Verbindung ist v. a. unterst&uuml;tzend und unbeschwert.<br>Er war nur vor&uuml;bergehend hier, inzwischen ist er arbeitsbedingt in eine andere Stadt gezogen. Irgendwie hat er keine wirkliche Vorstellung davon, wo er Wurzeln schlagen und was er aus seinem Leben machen m&ouml;chte.<br>Ich fragte das I Ching, was ich tun k&ouml;nne, um ihn auf romantische Weise f&uuml;r eine ernsthafte Beziehung zu gewinnen. Die Antwort lautet <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/hexagramm\" target=\"_self\" title=\"Ein Hexagramm setzt sich aus jeweils zwei Trigrammen zusammen, wobei die Bewegung, &auml;hnlich dem Wachstum einer Pflanze, von unten nach oben verl&auml;uft: das Hexagramm wird von unten her aufgebaut (z. B. bei der Divination\/beim Orakel) und sp&auml;ter auch entsprechend gelesen. Weiterlesen: Aufbau eines Hexagramms Weiterlesen: &Uuml;bersichtsseite Hexagramme\" class=\"encyclopedia\">Hexagramm<\/a> 23 &ndash; Zersetzung.&ldquo;<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Nutzerin fragt: &bdquo;Welche Herangehensweise\/Arbeitsweise eignet sich f&uuml;r meine k&uuml;nstlerische Arbeit am besten?&ldquo; Das Hexagramm 23 &ndash; Zersetzung taucht hier als als Variante des Zeichens <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/archives\/71\"><em>35 &ndash; Fortschritt<\/em><\/a> auf.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Nutzerin fragt: &bdquo;Worauf soll ich mich in den n&auml;chsten drei Monaten fokussieren, damit mein Business Fr&uuml;chte tr&auml;gt?&ldquo; Von der Antwort des I Ging war sie zun&auml;chst ein bisschen verwirrt, v.a. die klassischen Texte empfand sie als sehr dramatisch und konnte diese Dramatik in ihrer jetzigen Situation gar nicht nachempfinden. Mit der zeitgen&ouml;ssischen Interpretation kann sie hingegen sehr viel anfangen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading hexagrammseiten\">Einige &Uuml;berlegungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Hexagramm <em>23 &ndash; Zersetzung<\/em> beginnt wie Zeichen <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/archives\/71\"><em>35 &ndash; Fortschritt<\/em><\/a> mit <em><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/kun-die-erde\" target=\"_self\" title=\"Moderne Deutung: Das, was hier und jetzt ist, annehmen; Frieden, Stabilit&auml;t, in sich ruhen, gest&uuml;tzt und gehalten sein; sich Dinge nutzbar machen; Bindungsf&auml;higkeit und Hingabe; Selbstwertgef&uuml;hl; Mitgef&uuml;hl Kun verweist auf unstrukturiertes Potential an sich, es umfasst also materielle und nicht-materielle M&ouml;glichkeiten. Damit steht Kun f&uuml;r eine unstrukturierte Quelle der Kraft, mit der wir uns verbinden&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Kun, die Erde<\/a><\/em> als unterem <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/trigramm\" target=\"_self\" title=\"Die 8 Trigramme bilden die Grundlage des I Ging. Sie setzen sich aus jeweils drei durchgezogenen (Yang) bzw. durchbrochenen (Yin) Linien. Zwei Trigramme bilden ein Hexagramm, also ein Zeichen des I Ging. Die farbigen Trigramme sind mit den jeweiligen Kapiteln im I Ging Kurs verlinkt und werden dort ausf&uuml;hrlich erkl&auml;rt. Chinesischer Name Traditionelles Bild Traditionelle&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Trigramm<\/a>. Aber anders als bei <em>35 &ndash; Fortschritt<\/em> bildet <em>Kun<\/em> hier nicht nur das untere Trigramm, sondern zeigt sich auch in den beiden <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/kernzeichen\" target=\"_self\" title=\"Der jeweils 2., 3. und 4. Strich eines Hexagramms bildet sein erstes, der 3., 4. und 5. Strich bilden sein zweites Kernzeichen. Die beiden Kernzeichen weisen auf die innere Dynamik des Hexagramms, indem sie zeigen, wie sich die beiden Trigramme des Hexagramms aufeinander zubewegen bzw. miteinander verbunden sind.\" class=\"encyclopedia\">Kernzeichen<\/a>. Erst im im oberen Trigramm wandelt sich <em>Kun<\/em> zu <em><a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/gen-der-berg\" target=\"_self\" title=\"Moderne Deutung: Loslassen; Trans&shy;formation; Harmonisierung Gen steht f&uuml;r unsere F&auml;higkeit Loszulassen. Indem wir das, was &uuml;berfl&uuml;ssig geworden ist, loslassen und uns auf das Wesentliche konzentrieren, b&uuml;ndeln wir unsere Kr&auml;fte und schaffen Raum f&uuml;r Neues. Loslassen harmonisiert und fokussiert unser Tun und f&uuml;hrt zu Neuausrichtung und Neuanfang. Gen l&auml;dt uns dazu ein, ehrlich zu pr&uuml;fen, was&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Gen, der Berg<\/a><\/em>.<br>Der deutsche Titel des Hexagramms 23 lautet <em>Zersetzung<\/em>, ein Wort mit tendenziell negativem Beigeschmack. Der englische Titel, &bdquo;splitting apart&ldquo;, klingt neutraler und entspricht wohl auch eher auch dem chinesischen Originaltitel &bdquo;Bo&ldquo; mit den Bedeutungen &bdquo;absch&auml;len, abstreifen&ldquo; bzw. &bdquo;zerspringen, zerrei&szlig;en&ldquo;.<br>Bleiben wir aber zun&auml;chst bei den Trigrammen. <em>Kun<\/em> (unteres Trigramm, erstes und zweites Kernzeichen) weist uns auf den Ort hin, an dem wir uns hier und jetzt befinden und l&auml;dt uns zu gr&uuml;ndlicher Bestandsaufnahme ein: Wo genau befinde ich mich? Was habe ich bereits erreicht? Wie sicher ist mein eigener Stand? &Uuml;ber welche Ressourcen verf&uuml;ge ich? Was tr&auml;gt mich, was h&auml;lt mich?<br><em>Kun<\/em> ist Nabelschau. Es ist die Aufforderung, uns an unseren eigene Ursprung als Quelle der Kraft zur&uuml;ckzuziehen und dabei still zu werden. Es ist ein privater Moment, ein intimes Selbstgespr&auml;ch, bei dem das Umfeld ausgeschlossen bleibt. Bei der Interpretation des Zeichen<em> 20 &ndash; die Betrachtung<\/em> vor ein paar Monaten, beschrieb ich das doppelte <em>Kun<\/em> mit folgendem Bild: eine Welle, die ins Meer zur&uuml;ck rollt, sich dort konzentriert und neue Kraft sch&ouml;pft.<br>Und tats&auml;chlich ist es so: indem wir die oben genannten Fragen beantworten werden uns Dinge bewusst, die wir sp&auml;ter als Kraftquelle f&uuml;r unseren weiteren Weg nutzen k&ouml;nnen.<br>Im oberen Trigramm wandelt sich <em>Kun<\/em> schlie&szlig;lich zu <em>Gen, der Berg<\/em>. Vielleicht sind uns bei unserer erdhaften Bestandsaufnahme auch Aspekte aufgefallen, die unn&ouml;tigen Ballast darstellen, die unsere Kr&auml;fte blockieren und uns lange schon schw&auml;chen. Dies k&ouml;nnten konkrete Gegenst&auml;nde sein, oder auch Denkmuster, Wert<a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/synopse\/glossar\/urteil\" target=\"_self\" title=\"Stammt aus dem &auml;ltesten Teil des I Ging und wird traditionell Wenwang (K&ouml;nig Wen, 12. Jh. v. Chr.) zugeschrieben; kurze, bildhafte S&auml;tze beschreiben die Situation und schlie&szlig;en mit einer knappen Bewertung ab.\" class=\"encyclopedia\">urteil<\/a>e und Geisteshaltungen, mit denen wir uns nicht l&auml;nger identifizieren &ndash; oder auch nie identifiziert haben.<br>Warum halten wir sie also noch fest? Die Sicherheit, die sie uns m&ouml;glicherweise vermitteln, ist ohnehin nur ein gedankliches Konstrukt. Tats&auml;chlich sind sie &uuml;berfl&uuml;ssig, beanspruchen Raum und blockieren uns. Hier kommt der Titel des Hexagramms wieder ins Spiel: &bdquo;Bo&ldquo; mit den Bedeutungen &bdquo;absch&auml;len, abstreifen&ldquo; bzw. &bdquo;zerspringen, zerrei&szlig;en&ldquo;. Dinge Loszulassen ist wie eine Schlangenh&auml;utung. Und genau dazu l&auml;dt uns <em>Gen, der Berg<\/em>, ein. Wir schaffen Platz f&uuml;r Neues, setzen bisher blockierten Kr&auml;fte frei und werden neu&hellip;<\/p>\n\n\n\n<p>Loslassen und Ausmisten sind eine Kunst. Ich habe vor kurzem ein inspirierendes Interview mit Birgit Medele gelesen, s. unten. Was sie &uuml;ber das Ausmisten schreibt, gilt nat&uuml;rlich nicht nur f&uuml;r unsere Schr&auml;nke, sondern f&uuml;r unser ganzes Leben.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Wie man sich anst&auml;ndig trennt<br><\/strong><strong>chrismon<\/strong>: Wieso soll ich &uuml;berhaupt ausmisten?<strong><br>Birgit Medele<\/strong>: Weil das befreit. Man hat mehr Zeit, es l&auml;uft viel mehr von selber. Wer au&szlig;en Ordnung schafft, bekommt auch im Inneren Ordnung und Klarheit. Mit Aufr&auml;umen schafft man sich eine Startrampe, um loszufliegen.<br>Losfliegen? Es geht doch nur um Dinge&hellip;<br>Es geht nie um Dinge. Es geht um die Geschichten, die sie erz&auml;hlen, um Erinnerungen, Zukunftspl&auml;ne&hellip; Gegenst&auml;nde sind die Requisiten im Theater unseres Lebens. Wenn wir die Lebensb&uuml;hne nie abr&auml;umen, sind wir dazu verurteilt, alte Vorstellungen zu wiederholen. &hellip;<br>Was genau ist Ballast?<br>Alles, was man nicht benutzt oder was man nicht wirklich mag. Auf einer tieferen Ebene geh&ouml;rt auch alles Unerledigte dazu: der unfertige Strickpulli, ungelesene Zeitschriften, B&uuml;cher aus einem abgebrochenen Studium. &hellip;<br>Viele Dinge zu haben gibt aber auch ein Gef&uuml;hl von Sicherheit.<br>Das ist ein Missverst&auml;ndnis. Sicherheit liegt nie in Dingen. Sie liegt in der Gewissheit, mit allem umgehen zu k&ouml;nnen, was das Leben einem auftischt. &hellip;<br>Und was passiert, wenn die Schr&auml;nke leer sind &ndash; au&szlig;er, dass die Schr&auml;nke leer sind?<br>Wenn Sie nicht mehr rumr&auml;umen und rumsuchen, werden Sie zur&uuml;ckgeworfen auf die ganz gro&szlig;en Fragen. Warum bin ich hier? Wohin geht meine Reise momentan? Sie werden sehen: Sie machen sich auf einen Weg. <cite><a href=\"https:\/\/chrismon.de\/artikel\/15555\/ausmisten-ballast-abwerfen-so-macht-man-es-richtig\">Wie man sich anst&auml;ndig trennt &ndash; Chrismon<\/a><\/cite><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ja, Loslassen. Und zwar alles, was nicht wirklich zu einem selbst geh&ouml;rt. Einerseits gibt es daf&uuml;r kein Patentrezept, andererseits ist dieses Prinzip in vielf&auml;ltigen Bereichen anwendbar. Sogar in der Kunst. Vor ein paar Jahren habe ich einen Artikel zum Thema <em>Loslassen im k&uuml;nstlerischen Prozess<\/em> geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Was ist Kunst?<br><\/strong>Es gibt &hellip; zwei v&ouml;llig gegens&auml;tzliche Ans&auml;tze f&uuml;r das Kunstschaffen: auf der einen Seite steht eine Art Leistungskunst (Bilder f&uuml;r Gegenleistung [&bdquo;Auftragskunst&ldquo;]), auf der anderen eine Art unbeauftragte Privatkunst, die nur dem inneren Drang des K&uuml;nstler verpflichtet ist.<br>Als K&uuml;nstler ist man heute Unternehmer. Kunst gilt als Brotberuf&hellip; Eventuell verlagert sich der Fokus des K&uuml;nstlers deswegen allm&auml;hlich von der inneren Befindlichkeit hin zur &auml;u&szlig;eren Wetterlage und irgendwann erfordern es die Sachzw&auml;nge, dass man den Rezipienten entgegenarbeitet: nur was den Geschmack der Jury bzw. des Publikums trifft, wird gef&ouml;rdert und gekauft&hellip;<br>Beim K&uuml;nstlertum [verquicken sich] Ware und Selbstwert auf eigent&uuml;mliche Weise: der Markterfolg wird immer auch als pers&ouml;nlicher Erfolg gewertet und soll die tiefe Sehnsucht nach Geliebt-Sein zu stillen. &hellip; Es geht bei der Kunst also tats&auml;chlich sowohl um Geld als auch um Liebe &ndash; und zwar in wechselndem Mischverh&auml;ltnis. &hellip;<br>De facto ist Kunst eine einsame, intensive, fast schon narzisstische Besch&auml;ftigung mit der eigenen Befindlichkeit. F&uuml;r mich ist Malen innerer Dialog, ein Selbstgespr&auml;ch, an dessen Ende ich kl&uuml;ger bin&hellip; Die Kunstpraxis &auml;hnelt f&uuml;r mich dem Zen. Deprivation von Lob und Geld (bzw. die selbstgew&auml;hlte Abstinenz vom Kunstgeschehen) sind wie ein Test: was ist wirklich wichtig? Was ist mir wichtig? Der Fokus geht dabei weg vom Publikumsgeschmack, hin zur eigenen, pers&ouml;nlichen Aussage. Allerdings bedeutet auf diese Weise zu arbeiten auch, dass man unweigerlich zum eigenen Hauptsponsor wird. <cite>Soika, Karin Ulrike. <a href=\"https:\/\/www.soika.com\/links\/text\/08d_wasistkunst.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>Was ist Kunst?<\/em><\/a><\/cite><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die aktuelle Interpretation finden Sie hier: <a href=\"https:\/\/www.no2do.com\/hexagramme\/888887.htm\">https:\/\/www.no2do.com\/hexagramme\/888887.htm<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier und Jetzt&#8230; wo genau befinde ich mich \u2013 und mit wem oder was teile ich dieses Hier-und-Jetzt? Kun ist Nabelschau. Es ist die Aufforderung, uns an unseren eigene Ursprung als Quelle der Kraft zur\u00fcckzuziehen. Und wie sieht es an diesem intimen Ort, unserer Quelle der Kraft, aus? 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