57 – das sanfte

Fragestellungen
  • Ein Nutzer schreibt: „Ich kann nicht mehr, die Situation laugt mich aus, aber dagegen kämpfen macht mich noch müder und erschöpfter.“ Seine Frage an das I Ging: „Ist der Satz, die Haltung Ich bin einverstanden, jetzt sinnvoll?“ Die Antwort des I Ging lautet 57 – das Sanfte.
  • Ein Nutzer fragt: „Wie soll ich mit den Impulsen umgehen, wie komme ich in meine Mitte, was sind meine wirklichen Absichten?“
  • Ein Nutzer fragt: „Soll ich einen klaren Schritt wagen und für eine Stiftung arbeiten?“ Aktuell ist er bei einem ausbeuterischen und menschenverachtend gewinnorientierten Unternehmen angestellt, was er kaum mehr erträgt. Eigentlich steht sein Entschluss zu wechseln fest, jetzt hoffe er, dass alles klappt.


Einige Überlegungen
Integrieren ist die älteste Tochter der Empfänglichkeit. Nachdem wir die Welt wahrgenommen und Erkenntnisse aus ihr geschöpft haben, geht es nun darum, dieses Einsichten im eigenen Wesen zu verankern.
Integrieren bildet so den Abschluss der Auseinandersetzung mit der äußeren Welt. Diese hat uns berührt, genährt und verändert. Wir sind an ihr gewachsen. Wie hat sie uns verändert? Wie verändert sie uns weiterhin?
Der klassische Name dieses Zeichens lautet „der Wind“ oder „der Baum“. Beide bewegen sich sehr langsam, sanft und zugleich unerbittlich. Der Wind dringt durch jede noch so kleine Ritze vor. Der Baum sprengt mit seinen Wurzeln den Asphalt.
Ebenso ist Integrieren ein sanfter, kontinuierlicher aber auch unerbittlicher Prozess, der alles verwandelt. Integrieren ist die Verwandlung, die aus der Raupe, satt an Erfahrungen, den Schmetterling werden lässt.

Die aktuelle Interpretation finden Sie hier: https://www.no2do.com/hexagramme/877877.htm