15 – die bescheidenheit

Fragestellungen
  • Ein Nutzer ist sehr erschöpft von der Situation, in der er gerade steckt: viel (kreatives) Chaos, viele Baustellen, alles ist sehr anstrengend. Er weiß, dass er allerlei loslassen sollte, aber er weiß gar nicht, wo er damit anfangen soll. Er fragt das I Ging um Rat und erhält als Antwort Hexagramm 15 – die Bescheidenheit.
  • Nach einem Telefonat mit ihrem Mann bekam eine Nutzerin Magenkrämpfe und Erbrechen. Und plötzlich hatte sie die Antwort im Kopf: „Du musst dich scheiden lassen.“ Seither fühlt sie eine große innere Ruhe, Zufriedenheit – und keinerlei Groll. Als sie später das I Ging befragt lautet die Antwort Hexagramm 15 – die Bescheidenheit.
  • „Woher kommt das Gift in meinem Leben?“, fragt ein Nutzer. „Kommt es von außen oder von innen? Was ist die Quelle meiner Blockaden – und was ist es, was mir am Ende immer ein Bein stellt?“

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16 – die begeisterung

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Fragestellungen

Zu Hexagramm 16 – Begeisterung erhielt ich inzwischen ganz unterschiedliche Fragen:

  • „Wie soll ich meine körperlichen Symptome deuten?“
  • „Wo stehe ich jetzt?“
  • „Ohne Erfolg kann ich nicht leben. Aber auch Erfolg enthält immer ein Scheitern. Wie kann ich damit umgehen?“
  • „Was muss ich aufgeben, damit ich glücklich bin?“

Ich finde es überraschend, dass aus allen Fragen eine gewisse grundsätzliche Orientierungslosigkeit spricht. Mich persönlich hat immer wieder der Name dieses Zeichens erstaunt: Begeisterung. Die englische Bezeichnung ist noch extremer: Enthusiasmus. Wie in aller Welt kann aus der Kombination von Kun, die Erde (unteres Trigramm) und Zhen, der Donner (unteres Trigramm) so etwas wie Begeisterung entstehen?

Einige Überlegungen

Ja, diese Frage –  wie entsteht aus Kun und Zhen Begeisterung? – stellte ich mir. Und dann lief mir die Antwort buchstäblich über den Weg, nämlich in Form einer Begebenheit, die mich verstehen ließ, wie sich aus dem, was die verschlungenen Pfade der sich wandelnden Linien andeuten, vielleicht doch so etwas wie… Begeisterung!… entwickeln könnte.

Die Geschichte geht ungefähr so: Mir ist vor ziemlich langer Zeit ein Schaden zugefügt worden, den ich erst viele Jahre später bemerkte. Daraufhin brach ich den Kontakt zur betreffenden Person ab. Und kürzlich läuft mir dann jemand über den Weg, den ich schon sehr, sehr lange nicht mehr gesehen hatte, der die Geschichte und alle Beteiligten kennt. Wir sprechen über dies und das, aber dann kommt die Rede auf diese uralte Geschichte und… irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mich mein Gegenüber aushorchen wollte. So à la: „Na, und wie fühlst du dich denn so, als Opfer?“

Und in dem Moment wurde mir klar: Ich habe keinen Bock darauf. Keinen Bock darauf, mich (weiterhin) als Opfer zu sehen. Denn das hatte ich getan, einige Zeit lang, denn der Schaden war tatsächlich groß gewesen, die Sache niederträchtig. Aber ich habe sie für mich bearbeitet, intensiv sogar und irgendwann… ja, man kann es so sagen: Irgendwann habe ich meinen Frieden damit gemacht. Die Geschichte war für mich abgeschlossen.

Und dann kommt diese Person und… will mich (wieder) als Opfer sehen. Nein Danke, kein Bedarf.

In diesem Moment ergaben die sich wandelnden Linien für für mich Sinn. Ich bin an einem Ort, an dem ich Frieden habe und mich wohl fühle (Kun, die Erde). Die Opfernummer liegt lange hinter mir, ist abgearbeitet. Und dann spricht mich jemand auf den alten Vorfall an und mir wird klar: Hey, das ist es nicht mehr. Das Kapitel „Ich, das Opfer“ ist durch. Es ist nicht länger eine Beschreibung, die auf mich zutrifft. Ich bin inzwischen viel mehr als „das Opfer“… Voilà: Gen, der Berg, überflüssig gewordenes freigeben.

folgen wir den Lauf der sich wandelnden Linien ein Stück weiter: Was bedeutet es, wenn ich die Bezeichnung „das Opfer“ loslasse? Und durch etwas anderes ersetze, vielleicht durch „die, die es (trotzdem) geschafft hat“? Dann ändert sich ganz eindeutig die Brille, mit der ich auf die Welt blicke (Kan, das Wasser). Ich sehe nicht länger all die kleinen Episoden, wo ich übervorteilt wurde, sondern ich sehe plötzlich… was ich alles in meinem Leben geschafft und bewältigt habe. Und statt Angst und Befürchtungen erfüllt mich plötzlich… Begeisterung 🙂 angesichts des Weges zu mir selbst (Zhen, der Donner).

Die aktuelle Interpretation finden Sie hier: https://www.no2do.com/hexagramme/888788.htm

21 – das durchbeißen

Meistens wenn wir Änderung wünschen, wenn wir eine Entscheidung treffen, denken wir, wir müssten jetzt etwas Neues tun, dem bereits Bestehenden etwas nie Dagewesenes hinzufügen.

Manchmal ist gerade das Gegenteil zielführend: nichts tun – und etwas loslassen. Vielleicht ein Selbstbild, eine Gewohnheit, den gewohnten Blick auf etwas, ein „schon immer“. Vielleicht auch unseren Impuls, jetzt mit der Faust auf den Tisch zu hauen und unseren Willen durchzuboxen. „21 – das durchbeißen“ weiterlesen

29 – das abgründige

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Fragestellungen

Bisher gab es folgende Rückmeldungen zu Hexagramm 29 – das Abgründige:

  • Durch äußere Umstände gezwungen lebt die Nutzerin in einer internationalen Fernbeziehung. Ihr freiheitsliebender Partner kommt gut damit zurecht, für sie selbst ist es ein „besser-als-nichts“: Im Grunde funktioniert die Situation so nicht für sie.
  • Ein weiterer Nutzer verbindet spiegelglatte See über Untiefen mit folgenden Überlegungen: „Spiegelglatte See bedeutet für mich so viel wie: alles totschweigen. Von Außen sieht alles ruhig aus, aber unter der spiegelglatten Oberfläche gibt es gewaltige emotionalen Untiefen. Diese Untiefen sind die uralten Handlungsmuster, die seit Jahrtausenden von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Ich selbst, als Teil dieser Kette, bin ohne Einfluss darauf, mein Bewusstsein / Körperbewusstsein reagiert gar nicht auf meine Wünsche nach Befreiung und Veränderung. Das Resultat ist, dass ich faktisch handlungsunfähig bin. Ich kann mich zwar aufbäumen gegen die ungewollten Umstände, aber wenn meine Kraft aufgebraucht ist, bleibt mir nur die Resignation. In meinem Fall ist das ein sich seit mehr als 50 Jahren wiederholender Kreislauf.“
  • Die Vermieterin des Nutzers hat ihm wegen Eigenbedarf gekündigt – nach weniger als einem Jahr und viel Geld für Renovierungsarbeiten. Mit drei Kinder und einen Hund ist es jedoch nicht einfach, eine bezahlbare Ersatzwohnung zu finden. Der Anwalt rät zur Ruhe. Die Frage an das I Ging lautet: „Wird Klage erhoben und wie wird es für uns ausgehen?“
  • Ein Nutzer fragt: „Worin kann ich jetzt Freude, Frieden und Hoffnung finden – als letzter Spross eines dornigen Familiendramas, verarmt, chronisch erschöpft, innerseelisch emigriert? Muss die Familie immer das letzte Wort haben, dürfen wir unsere Beziehungen und Verbindungen nicht selbst entscheiden?“ Das I Ging antwortet mit 29 – das Abgründige.

Die aktuelle Interpretation finden Sie hier: https://www.no2do.com/hexagramme/878878.htm

35 – der fortschritt

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Fragestellungen

Gleich mehrere Zuschriften erreichten mich zu Hexagramm 35 – der Fortschritt:

  • Eine Nutzerin fragt: „Wenn ich diese Woche im Lotto den Haupttreffer gewinne: Wie gehe ich mit dem vielen Geld um?“
  • Ein anderer Nutzer fragt: „Welche Herangehensweise/Arbeitsweise eignet sich für meine künstlerische Arbeit am besten?“
  • Ein weiterer Nutzer will zum Jahresanfang wissen, was er „in Sachen Liebe, Beruf und [sein] Leben als Ganzes“ zu erwarten habe.
  • Ein Nutzer erhält das Hexagramm 35 – der Fortschritt als Kommentar zu seiner aktuellen Situation, die er wie folgt beschreibt: „Ich bin am Boden zerstört, finanziell ruiniert und tief deprimiert. Ich bin in NR verliebt, aber sie hat mich ohne besonderen Grund verlassen.“

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39 – das hemmnis

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Fragestellungen
  • Eine Nutzerin leidet sie darunter, keinen echten Kontakt zu Menschen zu haben. Dem I Ging stellt sie folgende Frage: „Wohin führt mich das beherzte Führen eines Traumtagebuchs? Ich habe den Gedanken, dass es sehr genau passt – vielleicht sogar zur Überbrückung von Stagnation und Isolation.“ Die Idee, ihre Aufzeichnungen möglicherweise zu publizieren und dadurch ihr Leben, so wie es ist, anzunehmen, hat etwas erlösendes, befreiendes für sie.

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51 – das erregende

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Fragestellungen
  • Ein Nutzer, der kürzlich Hexagramm 51 – das Erregende auf seine Frage an das I Ging erhielt, ist befördern worden, d. h. intern auf eine höhere Position aufgerückt. Doch er kommt mit der neuen Herausforderung nicht zurecht: er fühlt sich von den Kollegen und Mitarbeitern nicht ernst genommen. Seine Frage an das I Ging: „Wie soll ich mich verhalten?“
  • Eine Nutzerin fragt: „Wie kann ich meine unbewussten Anpassungszwänge und Ängste auflösen und wirklich unabhängig und unangepasst leben?“
  • Ein Nutzer hat eine Arbeit ins Ausland geschickt und befragte das I Ging, ob überhaupt und wenn ja, mit welcher Art von Reaktion er rechnen kann: „Kommt jetzt etwas in Bewegung?“
  • Ein Nutzer erlebt ständig Konfliktsituation mit Partner in denen es um Dinge geht, die schon lange nicht mehr passen. Andere Gespräche finden nicht statt. Ihm stellt sich die Frage – und er stellt sie dem I Ging –, ob Beziehung beendet ist.
  • Eine Nutzerin fragt: „Wird unsere Tochter wieder gesund?“ Das I Ging antwortet mit Hexagramm 51 – das Erregende.

Die aktuelle Interpretation finden Sie hier: https://www.no2do.com/hexagramme/788788.htm

52 – das stillhalten

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Fragestellungen

Zum Hexagramm 52 – das Stillhalten erhalte ich verschiedene Anfragen:

    • „Wie kann ich erreichen, in meinem Beruf selbständig zu arbeiten?“ fragt eine Nutzerin. Erläuternd ergänzt sie: „Seit ich dieses Jahr eine Weiterbildung besucht habe, spiele ich immer öfter mit dem Gedanken, mir ein zweites Standbein (Selbständigkeit) aufzubauen. Der Referent dieser Weiterbildung hat mich sehr beeindruckt, und ohnehin wollte ich bereits seit längerer Zeit neue Methoden ausprobieren und beruflich eigene Wege gehen.“
    • Ein anderer Nutzer fragt: „Darf ich mit Reiki und alternativen Methoden heilen?“ Der Nutzer arbeitet in seinem erlernten Beruf als Metzger, aber das wird ihm immer beschwerlicher, v. a. weil dieses Umfeld seine spirituellen Interessen nicht teilt. Seit mehr als 15 Jahren beschäftigt er sich u. a. intensiv mit Reiki und hat großen Respekt vor dieser Arbeit. Daher seine zurückhaltende Frage, ob er mit Reiki anderen helfen darf.
    • Ein weiterer Nutzer, der das Hexagramm 52 – das Stillhalten erhält schreibt: „Ich befinde mich in einer ausweglosen Situation. Es geht nichts!“
    • Ein Nutzer fragt: „Wie höre ich am Besten mit dem Rauchen auf?“ Der Rat des I Ging: Hexagramm 52 – das Stillhalten.
    • Eine Nutzerin hat Angst, ihren Job (und damit ein stabiles Einkommen) ohne Aussicht auf eine neue Stelle zu kündigen. Der Arbeitsmarkt ist schwierig. Allerdings hat sie demnächst ein Vorstellungsgespräch und habe eine 25-prozentige Chance, denn sie ist eine von vier Bewerbern in der zweiten Runde. Dieser neue Job interessiert sie sehr.
    • Ein Nutzer fragt: „Was gilt es in der jetzigen Situation in Beziehung zu meiner Partnerin?“

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53 – die entwicklung

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Fragestellungen
  • Ein Nutzer schreibt: „Eigentlich war die Entwicklung lange abzusehen, nur ich habe die Augen verschlossen. Meine Beziehungsunfähigkeit hat dazu geführt, dass ich immer nur mich gesehen habe, niemals das Gemeinsame. Jetzt klafft da diese Lücke, jetzt bin ich ganz allein. Eigentlich war da schon sehr lange eine Lücke.“
  • Eine Nutzerin: „Wir haben uns ineinander verliebt, aber er benimmt sich zurückhaltend. Was genau wünscht er sich von mir? Werden wir eine gemeinsame Zukunft haben?“
  • Eine andere Nutzerin: „Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Mein Mann hat kein Interesse mehr an mir.“
  • Ein weiterer Nutzer beschreibt seine Situation folgendermaßen: „Meine Partnerin ist für einen einmonatigen Urlaub in ihr Heimatland gefahren. Jetzt, wo ich alleine bin, fühle ich mich komplett verloren. Sie war der Grund gewesen, warum ich damals aus dem Ausland heimgekehrt bin und mein Doktoratsstudium unterbrochen habe. Und jetzt ist sie weit weg von mir. Es ist mir klar, dass ich eigentlich erst einmal definieren sollte, wohin ich mit meiner Karriere will. Ich habe Angst. Meine Frage an das I Ging lautet deswegen: Was sollte ich wissen?“*
  • Ein Nutzer fragt: „Wie kann ich die inneren und äußeren Dämonen (vor allem die inneren) ein für allemal besiegen, damit ich mir selbst und anderen nicht mehr schade?“

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60 – die beschränkung

Fragestellungen
  • Die Frage des Nutzers lautet: „Was gibt es zur Stadt / Umgebung, in der ich lebe, zu sagen?“ Der Nutzer wohnt schon lange an diesem Ort, jedoch schon immer mit einem Gefühlt von Entfremdung, Unwohlsein, wie ein Gefangener. Gleichzeitig fühlt er auch Dankbarkeit – aber eben auch eine große Schwere, Last, Langeweile.
    Die Antwort des I Ging lautet: 60 – die Beschränkung.
    Irgendwie mag er die Deutung mit dem Humus. Ein ähnlicher Satz begleitet ihn schon länger, von Blumen, die genau diesen Boden/Mist benötigen, um zu wachsen.
  • Die Frage des Nutzers: „Was ist jetzt, in dieser existentiell bedrohlichen Situation, wichtig?“ Zum Hintergrund erläutert er, dass sich neue Projekte entwickeln, die ihm berechtigterweise Hoffnung geben. Er spürt dass er die Hoffnung nähren sollte und gleichzeitig das Chaos, in dem er sich befindet (Wohnumfeld), leichter nehmen sollte. Es zwar viel zu bereinigen, dass ihn dieser Berg und die alten Ängste fast lähmen, zugleich spürt er aber auch diese Hoffnung, dieses Licht, das Mut macht und sagt: Alles ist GUT.
  • Ein Nutzer fragt, wie er sich in der sich anbahnenden Kooperation verhalten soll. Er fühlt sich seinem Auftraggeber aufgrund seiner größeren Erfahrung eigentlich überlegen und würde gerne Tempo machen. Andererseits ist klar, dass sein Gegenüber das Gesamtprojekt leitet und koordiniert.

Die aktuelle Interpretation finden Sie hier: https://www.no2do.com/hexagramme/778878.htm

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