Akupunktur

Die Akupunktur ist eine Behandlungsmethode der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), bei der eine therapeutische Wirkung durch Nadelstiche an bestimmten Punkten des Körpers erzielt werden soll. Einzelne Meridiane sind dabei einerseits bestimmten Organsystemen zugeordnet, sie repräsentieren zugleich aber auch ganz spezifische psychische Funktionen. Die Dysfunktion eines Organsystems drückt sich immer auch in bestimmten Verhaltensmustern aus. Um nur zwei Beispiele zu nennen: bei übermäßige Wut sollte der Behandler auf den Gallenblasenmeridian achten, bei überexaltierter Freude auf den Herzmeridian.

Das Ziel einer jeden Akupunkturbehandlung ist es, das – vielleicht verloren gegangene – Gleichgewicht wieder herzustellen. Denn sowohl „Wut“ als auch „Freude“ sind natürliche psychische Funktionen des Menschen – solange sie sich in Harmonie mit dem Gesamtsystem befinden und nicht durch überbordende Präsenz das System ins Ungleichgewicht bringen.

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beharrlich

Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: standhaft sein, wahrhaftig bleiben

Bin Hu Mai Xue

Das Bīn Hú Mài Xué  (瀕湖脈學, „Die Pulslehre des Bin Hu“) stammt vom
chinesischer Arzt und Naturforscher Li Shizhen (1518-1593) und gilt heute als Grundlagenwerk.

Dao

Dao wird traditionell mit „der Weg“ wiedergegeben. Es bezeichnet in der daoistischen Philosophie ein ewiges Wirk- oder Schöpfungsprinzip, das den Ursprung der Einheit und Dualität und damit das Grundprinzip für die Entstehung der Welt darstellt. Das Dào ist dabei sowohl ein Prinzip der Immanenz (= alles durchdringend) als auch der Transzendenz (=undifferenzierte Leere, Mutter des Kosmos) und stellt den höchsten Seinszustand dar. Dao steht also für die Potentialität aller Formen und zugleich für die Kraft, die den ganzen Schöpfungsprozess und die Schöpfung durchzieht.
„Leben im Einklang mit dem Dao“ bezeichnet also, aus einem Zustand innerer Stille heraus, spontan und in Einklang mit der Gesamtsituation zu leben und handeln.

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Daodejing

Das Dàodéjīng (Tao Te King, Tao Te Ching) ist eine Sammlung von Spruchkapiteln, die der chinesischen Legende nach von einem Weisen namens Laozi stammt, der nach Niederschrift des  in westlicher Richtung verschwunden sei. Es zählt zu den Grundlagentexten des Daoismus.

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Daoismus

Die Weltsicht, die dem I Ging zu Grunde liegt, wurzelt im Daoismus (chin. „Lehre des Weges“, auch Taoismus). Grundidee ist die uranfängliche Einheit aus der die Schöpfung hervorgeht: sie gebiert die Zweiheit (Yin und Yang, Licht und Schatten) und durch deren Wandlungen, Bewegungen und Wechselspiele entsteht unsere Lebenswelt.

Die ethische Lehre des Daoismus rät dem Menschen, dieses Weltprinzip durch eigene Beobachtung kennenlernen und das Dao zu verwirklichen, indem er sich harmonisch an die sich kontinuierlich verändernden, phänomenalen Erscheinungsformen anpasst.

Der Daoismus ist eine Philosophie, wird aber auch als Chinas einzige und authentische Religion gesehen. Seine historisch gesicherten Ursprünge liegen im 4. Jahrhundert v. Chr., als das Daodejing (Tao te king, Tao te ching) des Laozi (Laotse, Lao-tzu) entstand.

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das Herz muss leer sein

Ein daoistischer Terminus, der einen Geisteszustand beschreibt, der absolut klar ist; ein reines, leeres Herz ist die Voraussetzung für das Erfassen des Dao und ein entsprechendes Verhalten im Sinne des Wu Wei.

Dickdarm (Di)

In no2DO ist das Trigramm Gen (Gen, der Berg) mit dem Funktionskreis Dickdarm (Di) assoziiert. Beim Dickdarm geht es um das Eliminieren von Abfall – und zwar nicht nur im stofflichen Bereich, sonder auch in Bezug auf Emotionen, Gedanken, Beziehungen etc. Alles, was für uns wertlos geworden sind muss entsorgt werden, denn erst wenn die unbrauchbaren Teile wieder zu Erde kompostieren, zu neuem Dünger werden, kann Veränderung und Wachstum stattfinden.

Weiterlesen: Zitate zum Funktionskreis Dickdarm (Dickdarmmeridian)
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Dui, der See

Moderne Deutung: Demut; Verbunden sein, inspiriert sein; Individuation; Rhythmus

Dui lässt uns die Grenzen unseres Selbst auf zweierlei Weise überschreiten. Zum einen, indem wir uns dem Außen, unserer Umwelt öffnen, uns inspirieren lassen und schließlich das, was uns auf diese Weise begegnet, annehmen und integrieren. Zum anderen indem wir unser Inneres nach Außen hin ausdrücken und in der Welt lebendig werden lassen. Beide Bewegungen sind eng miteinander verwoben, ähnlich dem Rhythmus unseres Atems: einatmend, ausatmend.

Wandlungsphase (Element): Metall
Funktionskreis: Lunge (Lu)

Weiterlesen: I Ging Kurs: Dui, der See

Dünndarm (Dü)

In no2DO ist das Trigramm Li (Li, das Feuer) mit dem Funktionskreis Dünndarm (Dü) assoziiert. Der Dünndarm gilt dabei als der Alchemist des Inneren, als die Instanz, die Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden vermag. Dabei geht es nicht nur um Prozesse der Verdauung und Energiegewinnung, sondern gerade auch um das Klären von Tatbeständen, Beziehungen, Gefühlen, also um Themen der seelischen Gesundheit. Der Dünndarm nährt unser Herz (He) und schützt es vor allem Unwichtigen und Störenden.

Weiterlesen: Zitate zum Funktionskreis Dünndarm (Dünndarmmeridian)
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Edle

Der Edle. Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: eine ideale Persönlichkeit mit guten Charaktereigenschaften, die sich um ein Leben in Harmonie mit den Umständen und der Zeitqualität bemüht, ohne dabei die eigenen Ziele aus den Augen zu verlieren.

erhaben

Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: Ursprung, Anfang, der Ausgangspunkt aller Dinge, der schöpferische Impuls, also Qian.
Oft auch symbolisiert als Regen.

Fluß

Den großen Fluß (Strom) überqueren; zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: das Alte abschließen (und davon endgültig Abschied nehmen) und sich neuem zuwenden.

fördernd

Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: für alle gut.

Fünf-Elemente-Lehre

Die Lehre von den fünf Wandlungsphasen (Wu Xing) ist eine daoistische Theorie zur Naturbeschreibung und sucht nach Gesetzmäßigkeiten, nach denen dynamische Umwandlungsprozesse (Wandlungen) im Bereich des Lebendigen ablaufen. Die fünf Elemente Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde sind aus der Natur abgeleitet und stehen für abstrakte Eigenschaften.

Funktionskreis

Meridian, Leitbahn oder Kanal, durch den nach Auffassung der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) die Lebensenergie (Qi) fließt.

Es gibt zwölf Hauptleitbahnen, die jeweils einem Organsystem zugeordnet sind. Auf den Meridianen selbst gibt es wiederum spezielle Punkte über die – z. B. durch Nadeln (Akupunktur) oder Fingerdruck (Akupressur) – Einfluß auf den Energiehaushalt genommen werden kann.

ElementFunktions­kreis / Ab­kürzungTages­zeitQualitätGefühlSinnes­organ
MetallLunge (Lu)03-05YinTrauerNase
MetallDickdarm (Di)05-07YangTrauerNase
ErdeMagen (Ma)07-09YangSorgeLippen
ErdeMilz-Pankreas (MP)09-11YinSorgeLippen
FeuerHerz (He)11-13YinFreudeZunge
FeuerDünndarm (Dü)13-15YangFreudeZunge
WasserBlase (Bl)15-17YangAngstOhr
WasserNiere (Ni)17-19YinAngstOhr
FeuerPerikard (Pe)19-21YinFreudeZunge
Feuer3facher Erwärmer (3E)21-23YangFreudeZunge
HolzGallenblase (Gb)23-01YangWutAuge
HolzLeber (Le)01-03YinWutAuge

Weiterlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Meridian_(TCM)

Gelingen

Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: Befruchtung, das, was einem zufällt, ohne dass man es willentlich bewerkstelligen kann, das empfangende, weibliche Prinzip, Kun.
Auch dargestellt als Wolken.

Gen, der Berg

Moderne Deutung: Loslassen; Trans­formation; Harmonisierung

Gen steht für unsere Fähigkeit Loszulassen. Indem wir das, was überflüssig geworden ist, loslassen und uns auf das Wesentliche konzentrieren, bündeln wir unsere Kräfte und schaffen Raum für Neues. Loslassen harmonisiert und fokussiert unser Tun und führt zu Neuausrichtung und Neuanfang. Gen lädt uns dazu ein, ehrlich zu prüfen, was wichtig und essentiell ist und das Alte, Überkommene – seien es nun Dinge, Gefühle oder auch Gedanken – endgültig loszulassen.

Wandlungsphase (Element): Metall
Funktionskreis: Dickdarm (Di)

Weiterlesen: I Ging Kurs: Gen, der Berg

großer Mensch

Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: ein Mensch, der im Einklang mit dem Dao lebt, also aus einem Zustand innerer Stille heraus, spontan und in Einklang mit der Gesamtsituation handelt.
Innerhalb des Hexagramms bezieht sich der große Mensch oft auf den fünften Strich, sofern dies ein Yang-Strich ist. Dies weist auf zentriertes Handeln (= aus der eigenen Mitte heraus) hin.
Idealerweise korrespondiert es mit seinem Gegenpart, dem zweiten Strich (= der mittlere Strich im unterem Trigramm), der oft als Wille angesehen wird.

Heil

Zentraler Begriff der traditionellen Interpretation des I Ging. Bedeutung: positiver Ausgang, weil das Handeln im Einklang mit dem Dao geschieht (vgl. auch das dt. Wort „Heilung“)

Herz (He)

In no2DO ist das Trigramm Qian (Qian, der Himmel) mit dem Funktionskreis Herz (He) assoziiert. Das Herz ist der Sitz von Shen, der schöpferischen Kraft, die dem Menschen das himmlische Dao vermittelt und ihn zu einem einzigartigen Individuum macht, ihm Präsenz und Kohärenz des Denkens verleiht. Damit das Göttliche in uns wirken kann, wir das Wunder des Lebens empfinden können, muss das Herz leer sein, d. h. von heiterer Gelassenheit und kindlicher Unschuld erfüllt sein, frei von Sorgen, Begierden, Vorurteilen und Wertungen.

Weiterlesen: Zitate zum Funktionskreis Herz (Herzmeridian)
Weiterlesen: Trigramme, Elemente, Meridiane

Hexagramm

HexagramEin Hexagramm setzt sich aus jeweils zwei Trigrammen zusammen, wobei die Bewegung, ähnlich dem Wachstum einer Pflanze, von unten nach oben verläuft: das Hexagramm wird von unten her aufgebaut (z. B. bei der Divination/beim Orakel) und später auch entsprechend gelesen.

Weiterlesen: Aufbau eines Hexagramms
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hishiryo

Denken ohne Gedanken, jenseits des Denkens.Vgl. Deshimaru 1991, 141

Huangdi Neijing

Das Huángdì Nèijīng (auch: Huáng Dì Nèi Jīng oder Nèijīng) ist eines der ältesten Standardwerke der chinesischen Medizin und entstand um 2698-2598 v. Chr. Es wird u.a. als „Innerer Kanon des Gelben Kaisers“, „Innerer Klassiker des Gelben Fürsten“ oder das „Buch des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin“ genannt und dient seit mehr als zwei Jahrtausenden als Grundlage der chinesischen Medizin.

Der Huángdì Nèijīng besteht aus zwei Teilen. Der erste Text, das Suwen (Sù Wèn; Grundfragen), behandelt die theoretischen Grundlagen der Chinesischen Medizin und ihre Diagnosemethoden. Der zweite, weniger häufig erwähnte Text, heisst Lingshu (Spiritual Pivot), behandelt die Akupunkturtherapie sehr ausführlich. Zusammen sind diese beiden Texte unter dem Namen Neijing oder Huangdi Neijing bekannt. In der Praxis bezieht sich der Titel Neijing jedoch oft nur auf das einflussreichere Suwen.

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I Ging

Das I Ging (chin. 易經, yì jing, W.-G. I Ching, auch: I Jing, Yi Ching, Yi King; „das Buch der Wandlungen“) basiert auf Kosmologie und Philosophie des alten China, speziell dem Daoismus (Taoismus). Grundideen des I Ging sind eine Ausgewogenheit der Gegenteile und ein Akzeptieren der Veränderung. Das Buch beschreibt die Welt in 64 Bildern, die aus je sechs durchgehenden (Yang) oder unterbrochenen (Yin) Linien bestehen, die zusammen ein Hexagramm bilden. Das I Ging wird sowohl als Weisheits- als auch als Weissagungsbuch verwendet.

Die Orakel-Tradition des I Ging hatte ursprünglich schamanistische Wurzeln, die sich bis in das 3. vorchristliche Jahrtausend zurückverfolgen lassen. Lange Zeit gab es keinen Deutungstext und das Orakel wurde wohl aufgrund der Intuition des Fragenden sowie nach überlieferten Regeln bestimmt.

Die verschiedenen Texte des Buches der Wandlungen, die uns heute unter dem Namen I Ging begegnen, sind erst später entstanden. Die Urteile (kurze Sprüche, die die Gesamtsituation des Hexagramms beschreiben) stammen aus dem ersten vorchristlichen Jahrtausend. Die Zehn Flügel, erläuternde und kommentierende Texte (Bildworte: 3. und 4. Flügel; Reihenfolge der Hexagramme: 9. Flügel), wurden in der Zeit von 400 bis 200 v. Chr. abgefasst.

Speziell die zehn Flügel werden aufgrund ihrer Struktur (knappe Sätze, hierarchische Ordnung) gerne Konfuzius zugeschrieben, was aber umstritten ist. Grundsätzlich entwickelten sich während der jahrtausendelangen, bewegten Geschichte zwei Auffassungen über das I Ging: eine möchte kosmologische und gesellschaftliche Prinzipien erkunden, die andere um Wang Bi will die Ideen ergründen, die in den Bildern selbst verborgenen sind.

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